Die Geschichte der Pop- und Rockmusik steckt voller Missverständnisse: Regnet es tatsächlich nie in Kalifornien? Taugt Peter Schillings "Major Tom" wirklich als Torhymne? Und heißt es in Bob Dylans Klassiker "Blowin' in the Wind" vielleicht doch: "The ants are my friends" - "Die Ameisen sind meine Freunde"? Michael Behrendt führt durch die wundersame Welt der missverstandenen Songs - vom harmlos-unabsichtlichen Auf-der-Leitung-Stehen bis hin zur gezielten Songmisshandlung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2025
Missverstand ist immer und überall: Michael Behrendt Buch über 99½ missverstandene Songs ist die Ergänzung des Vorgängers aus dem Jahr 2017 über 66 missverstandene Songs, weiß Rezensent Kai Spanke, will sich darüber aber gar nicht beschweren. Er lernt aus diesem unterhaltsamen Band, dass BAPs "Verdammp lang her" weniger eine Nostalgiehymne sei, als den Tod von Wolfgang Niedeckens Vater verarbeite, und dass Bruce Springsteens "Born in the USA" kein patriotischer Song sei, sondern eine bittere Anklage. Behrendt durchstreift die Zeiten und Genres, von Schlager über Pop und Punk bis zu Metal und zeigt immer wieder überraschend, wie die Stimmung eines Songs seinen Text ins Gegenteil verkehrt.
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