Alltag: DDR

Geschichten - Fotos - Objekte
Cover: Alltag: DDR
Ch. Links Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783861536703
Broschiert, 336 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR e.V. Unter welchen Bedingungen funktionierte der Alltag in der DDR? Mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende des Staates verblassen die Erinnerungen, sind ihre Relikte weitgehend verschwunden. Zugleich nimmt das Interesse zu, mehr über das Funktionieren des zweiten deutschen Staates und seiner Gesellschaft zu erfahren. Ausgehend von den Dingen des Alltags unternimmt das Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR auf besondere Weise eine Erkundung der Vergangenheit. In zehn Kapiteln berichten die Autoren über die alltägliche Präsenz des Staates, vom Eigensinn der Menschen, vom Überfluss an Ideologie und dem Mangel an Konsumgütern, von den alltäglichen Praktiken einer normierten Gesellschaft. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR e. V. wurde 1993 in Eisenhüttenstadt gegründet und wird durch das Land Brandenburg, den Landkreis Oder-Spree und die Stadt Eisenhüttenstadt getragen. Es verfügt über eeine bedeutende Sammlung alltagskultureller Gegenstände aus der DDR.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.03.2012

Angetan zeigt sich Barbara Bollwahn von diesem Band über den Alltag in der DDR, dem Begleitbuch einer Dauerausstellung im "Dokumentationszentrum für Alltagskultur" in Eisenhüttenstadt. Das Werk sticht aus der Flut der Bücher über die DDR positiv heraus, es entschlüsselt für sie anhand einer Fülle von Einzelobjekten, die direkten Alltagsbezug haben, die Alltags-, Sozial- und Gesellschaftsgeschichte des einstigen Arbeiter-und-Bauern-Staates. Dabei bieten die zehn Kapitel über Bildung, Arbeit, Konsum, Lebensweise, Milieus, Macht, Grenzen, Heimat, Familie, Kommunikation zu ihrer Freude nicht nur Essays, sondern auch instruktive Geschichten zu Objekten wie Kleiderbügel, Bierkrüge aus Holz, Geschirrspüler, Studentenausweise, Designer-Möbel und anderes mehr, die durch die Berichte und Einordnung ihrer Besitzer spannend werden. Vor allem schätzt Bollwahn hierbei, wie "individuelles Gedächtnis" und "historische Rahmenbedingungen" miteinander in Beziehung gesetzt werden.
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