Der Neubeginn, neu gesehen: ein Panorama der Nachkriegszeit, von der Stunde Null bis zum Wirtschaftswunder. Schönheit und Schrecken in Schutt und Staub: Das Jahrzehnt vom Kriegsende bis zum Wirtschaftswunder bietet Bilder, die man so noch nie gesehen hatte. Kein Wunder, dass Kameras auf dem Schwarzmarkt so hoch gehandelt wurden. Bei seiner Recherche zu dem Buch "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 -1955", das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, stieß Harald Jähner in den Archiven auf einen wahren Schatz von Fotografien. In ihrer visuellen Kraft bilden sie ein Panorama der Zeit, in der Entsetzen und Lebensfreude eng beieinanderliegen: die Trümmerfrau als Ikone des Wiederaufbaus, Bürger beim Plündern und Städter beim Ackerbau, Tanz in Trümmern, Karneval in Ruinen. Und man sieht regelrecht, wie sich Ost und West auseinanderleben. In dem hier vorliegenden Band versammelt Jähner erstmals viele dieser Bilder und gibt ihnen ihre Geschichten zurück, erzählt sie neu. Die Mentalität und der Alltag der Zeit werden dabei auf besondere Weise erfahrbar:In diesen Jahren wurden die Deutschen, was sie heute sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.10.2020
Rezensent Harry Nutt freut sich, dass zu Harald Jähners Sachbuch über die Nachkriegszeit nun auch ein Bildband erschienen ist. In seinem Buch zeichnete der ehemalige Feuilletonchef der Berliner Zeitung ein Bild einer Nachkriegszeit, in der nicht nur Not herrschte, sondern auch Lebensmut und Vergnügen existierte, rekapituliert der Rezensent, und dies werde nun gelungen bebildert. So wird ihm beispielsweise deutlich, dass die Entstehung des "Typus Trümmerfrau" auch wesentlich mit seiner fotografischen Inszenierung zusammengehangen habe. Ein Band voller "eindrucksvoller" Illustrationen, der einem eindimensionalen Geschichtsverständnis entgegenwirkt, so Nutt.
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