Fünf Jahre lang haben Vincent und Macey nicht mehr miteinander gesprochen. Fünf Jahre, in denen aus besten Freunden Fremde geworden sind, die sich auf den Schulfluren aus dem Weg gehen und ihre gemeinsame Vergangenheit gekonnt ignorieren. Doch als Vincents Mutter spurlos verschwindet und er rätselhafte E-Mails von einem anonymen Autor erhält, findet die Funkstille ein Ende. Denn in der Geschichte, die Vincent zugeschickt bekommt, scheint es nicht nur um ihn zu gehen … Gemeinsam machen er und Macey sich auf die Suche - nach dem Autor, ihrer verlorenen Freundschaft und einem Zuhause in all den Zwischenräumen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2025
Ein positives Exemplar von Young Adult-Literatur lernt Rezensentin Eva-Maria Magel mit Amani Paddas Roman über Vincent und Macey, die Einwanderungsbiografien haben und damit in ihrer britischen Oberschicht-Schule ziemlich allein sind. Maceys Motivation kommt mehr von ihr selbst als von ihren Eltern, Vincent hingegen ist mehr damit befasst, dass seine Mutter plötzlich verschwunden ist, die ihn immer zum Erfolg drängte. Sein eigentlicher Name ist Kierat, verrät die Kritikerin, die Mutter hat ihn umbenannt, damit er in einer weiß dominierten Gesellschaft bessere Chancen hat. Plötzlich taucht dann ein digitaler Roman auf, in dem ein Prinz Kierat die Hauptrolle spielt - und Vincent ist sicher, hier Hinweise auf den Verbleib seiner Mutter zu finden. Magel lobt, wie Padda die verschiedenen Ebenen ihrer Geschichte zwischen digitaler Literatur, Diskriminierung und Liebe verknüpft und kann auch verzeihen, dass die Darstellung der Charaktere manchmal etwas schwarz-weiß geraten ist.
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