"Sprachpolizei", "Moralapostel", "Genderkrampf" - warum erhitzen sich die Gemüter so an Political Correctness? Warum protestieren Menschen gegen die Bekämpfung von sexistischem und rassistischem Sprachgebrauch? Der Sprachwissenschaftler und Blogger Anatol Stefanowitsch analysiert aufgeheizte Debatten der letzten Jahre: "Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2018
Dass politisch korrekte Sprache keine autoritäre Gängelung, sondern das Symptom einer emanzipatorischen Gesellschaft ist, erfährt Felix Stephan beim Lesen des Buches von Anatol Stefanowitsch. Der Linguist setzt sprachliche und physische Gewalt gleich, erklärt Stephan. Auch wenn poltische Korrektheit in dieser Hinsicht dem Rezensenten nicht neu erscheint, so kann er mit Stefanowitsch doch erkennen, dass nunmehr auch jene Milieus davon tangiert werden, die bislang ungestraft sagen konnten, was sie wollten. Den Versuch des Autors, rassistische Begriffe zu unterdrücken, indem er sie zu unverständlichen Wort-Ungetümen zusammenstreicht, findet der Rezensent allerdings wenig hilfreich.
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