Matthias Heine behandelt unterhaltsam und wissenschaftlich fundiert über 80 Wörter, die heute als diskriminierend, problematisch und gestrig bezeichnet werden oder im Verdacht stehen, es zu sein. Die Wörter reichen von behindert über Eskimo, Flüchtling bis Weißrussland und sogar Milch und bester Freund.All diese Wörter sind auf die eine oder andere Art kaputt. Manche funktionieren gar nicht mehr, andere kann man mit Vorsicht noch verwenden. Heine erklärt die Geschichte der Wörter und der Diskussionen um sie, warum sie so heikel sind und wie und wann man sie vermeiden sollte. So leistet das Buch einen Beitrag zu der aufgeheizten Debatte um den Sprachgebrauch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.01.2023
Rezensent Roland Kaehlbrandt hat das Gefühl, jetzt besser mitreden zu können. Denn Matthias Heine hat dem Sprachwissenschaftler viele gute Ratschläge gegeben, wo verbale Fallen stehen und wie er sie umgehen kann. Das ist für den Rezensenten in dieser auch sprachlich besonders aufgeheizten Zeit eine besondere Hilfe. Heine bietet eine fundierte Orientierung bei tatsächlich und scheinbar problematischen Begriffen, weil er, beginnend mit dem Ursprung eines Wortes, die derzeitige Kritik erläutert und dann eine eigene Einschätzung abgibt, ob "taubstumm" und "Kolonie" noch zur zeitgemäßen Kommunikation gehören, erklärt der Kritiker. Klug findet er, was Heine ihm rät. Vor allem aber gefällt ihm die sensible Sachlichkeit, mit der der Journalist ihm das Gefühl genommen hat, ständig Gefahr zu laufen, in einen Fettnapf zu treten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2022
Authentisch und akribisch schreibt Matthias Heine, Sprachwissenschaftler und Redakteur der Welt, über 70 Begriffe, die in die Kritik geraten sind, erzählt Rezensent Horst Haider Munske, seines Zeichens selbst emeritierter Professor für Sprachwissenschaft, und freut sich über sprachgeschichtliche Verweise und einen detaillierten Anmerkungsapparat. Begriffe von "Hasenscharte" über "Fräulein" bis hin zu eingedeutschten Städtenamen wie Breslau oder Königsberg würden sprachgeschichtlich und lexikalisch eingeordnet und mit weiteren Referenzen versehen. "Für alle, die ihre Sprache lieben", empfiehlt Munske diese besondere Form eines Wörterbuchs.
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