Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.01.2001
Eine Schweizer Studie zu Computer und Leseverhalten, da winkt der rechtschreibreformgeplagte deutsche Leser zunächst ab. Gerda Wurzenberger fördert jedoch in ihrer ausführlichen Besprechung dieser Studie erstaunliche Ergebnisse zutage, die sie zu einigen provokativen Fragen veranlassen. Ein wesentliches Ergebnis der Studie besagt nämlich, dass der Einsatz von Computern im Klassenzimmer die Lese- und Schreiblust der Kinder nicht etwa dämpft, sondern fördert. Vor allem bemerkenswert findet Wurzenberger die Tatsache, dass der Umgang mit dem Computer eindeutig geschlechtsspezifische Unterschiede abschwächt. In früheren Vergleichsstudien hatte es sich nämlich so verhalten, dass Mädchen mehr und komplexere Bücher lasen als Jungen, und auch entsprechend mehr schrieben. Jetzt schreiben sie weniger ausführlich, dafür erzählerischer, die Jungen wiederum trauen sich ganz allgemein an längere Texte heran, berichtet Wurzenberger. Diese Ergebnisse der Studie veranlassen sie zu der Behauptung, dass Jungen allgemein mehr von der Einführung multimedialer Leseangebote zu profitieren scheinen.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…