Aus dem Englischen von Jens Hagestedt und anderen. Bei ihren Einsätzen gegen Gaddafi mussten die NATO-Streitkräfte nicht nur russische Waffen zerstören, sondern auch Kriegsausrüstung, die unter anderem Deutschland dem Diktator verkauft hatte. Das sind seltene Momente, schreibt Feinstein, in denen eine Schattenwelt zutage tritt, die sich sonst der öffentlichen Kontrolle entzieht: ein globales Netz, dazu geschaffen, das ganz große Geld zu machen - auf Kosten von Leben, Sicherheit und Demokratie. An diesem Geschäft mit dem Tod beteiligen sich neben Akteuren aus den USA, Russland, China oder dem Nahen Osten auch Kriegsprofiteure aus EU-Staaten wie Deutschland, dem drittgrößten Waffenexporteur der Welt. Ein Buch, das in seiner Aktualität schockiert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.06.2012
Gewohnt engagiert preist Rupert Neudeck dieses "erschütternde" Buch über den internationalen Waffenhandel, in dem der Südafrikaner Andrew Feinstein mit dieser Branche abrechnet. Feinstein, erfahren wir, hat als Parlamentarier in Südafrika die berühmte Korruptionsaffäre aufgedeckt und ist mittlerweile nach London gegangen. Was den Inhalt des Buches betrifft, erwähnt Neudeck Schwedens Rüstungsindustrie und die Waffenkäufe der Saudis, um dann flugs zu Israel und der Besatzung zu kommen, deren "Gräueltaten", darin ist er sich wohl mit dem Autor einig, erst durch "dubiose Waffengeschäfte" ermöglicht würden. Auch dass Neudeck Israel zum Urheber des Iran-Contra-Geschäfts macht, gibt der Kritik eine seltsame Schlagseite.
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