Die moderne Arbeitswelt ist unübersichtlich, sie gleicht einem Puzzle. Die These vom "Ende der Arbeit" gehört der Vergangenheit an; vielmehr dominiert die Perspektive einer "flexibilisierten Arbeitsgesellschaft", an der immer mehr Menschen teilhaben. Dekarbonisierung, Digitalisierung und demografischer Wandel verändern die Arbeitsplätze und das deutsche Sozial- und Wirtschaftsmodell. Homeoffice und 4-Tage-Woche verändern etablierte Arbeitsregime. Hohe Arbeitsbelastung und Löhne, die die Inflation kaum ausgleichen, führen zu politischer Unzufriedenheit. Arbeit ist weiterhin die Quelle von Wertschöpfung und individueller Sinnkonstruktion, aber auch der erste Ort gesellschaftlicher Integration. 44 Beiträge ausgewiesener Expert:innen geben in diesem Buch in acht Themenfeldern - Arbeit und Sozialstaat, Migration, Arbeitsmarkt und Tarifpolitik, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, Bildung und Qualifikation, Gesundheit, Digitalisierung, ökologische Transformation - Antworten auf die Fragen, wie die Arbeit der Gegenwart organisiert ist, welche Bedeutung sie in unserem Leben und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt und wie die Arbeitsbedingungen so verbessert werden können, dass sie den Ansprüchen an eine gute Arbeit genügen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2026
Auch wenn die Titelfrage nicht eindeutig beantwortet wird, erfährt Rezensentin Ulla Fölsing viel über die Gegenwart und die Zukunft der Arbeit mit dem von den Hochschullehrern Anke Hassel und Wolfgang Schroeder herausgegebenen Band. Die 58 Autoren des Bandes bieten Texte zur Tarifpolitik, zur digitalen wie zur grünen Transformation der Arbeit, zur Kinderbetreuung, zur KI oder zur Rolle von Migranten beim Fachkräftemangel. Kein Ende der Arbeit in Sicht, stellt Fölsing erleichtert fest, stattdessen wird deutlich, wie sich die Arbeitsgesellschaft in Deutschland verändert. Einige Anregungen beschließen den Band, so Fölsing, die Autoren bieten aber keine Patentlösungen an.
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