Karl Otto Hondrich

Weniger sind mehr

Warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist
Cover: Weniger sind mehr
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783593382708
Gebunden, 280 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Die demografische Katastrophe ist das Schreckbild unserer Zeit. Allenthalben wird vor dem Untergang unserer Gesellschaft gewarnt. Angeblich drohen uns heftige Generationenkonflikte, Verteilungskämpfe, der Kollaps der Sozialsysteme. Karl Otto Hondrich hält dagegen: Der Fall der Geburtenrate wirkt sich positiv auf Individuen und Gesellschaft aus. Er ist die beste Antwort auf Probleme, die aus gesellschaftlichen und biologischen Entwicklungen entstanden sind, und er schafft seinerseits keine Probleme, die nicht zu bewältigen wären. Seien wir also gelassen: Der Geburtenrückgang verändert die Spezies Mensch und stärkt ihre Fähigkeit zu überleben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2007

Als "Lob des Geburtenrückgangs" versteht Rezensent Joachim Güntner dieses letzte Buch des kürzlich verstorbenen Frankfurter Soziologen Karl Otto Hondrich. Die Gelassenheit, mit der der Autor Alarmismus und Hysterie über die sinkende Geburtenrate in den Wohlstandsgesellschaften kontert, scheinen ihm wohltuend. Ob ihn Hondrichs Thesen und Argumente letztlich immer überzeugen, lässt er indes offen. Immerhin scheint ihm die Hauptthese, dass der Geburtenrückgang keine Katastrophe, sondern ein Glück für unsere Gesellschaft sei, wohlbegründet. Das Argument etwa, die Wirtschaft gerate dadurch in Schwierigkeit, widerlege er mit dem Verweis auf die andere, nichtsdestoweniger starke Güternachfrage der Alten, zum Beispiel nach teuren Medikamenten und Behandlungen. Auch könne ein eventueller Arbeitskräftemangel leicht durch den Einsatz von Frauen und Migranten kompensiert werden. Zudem werde der Einzelne durch Technisierung, Rationalisierung und funktionale Differenzierung immer mehr leisten. Im Blick auf die Familien sehe Hondrich durch weniger Kinder einen Qualitätsgewinn der innerfamilieren Beziehungen durch Singularität und Exklusivität.

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