Experten aus Wissenschaft und Politik erörtern, ob Akkulturation oder aber die Ermöglichung einer gleichberechtigten politischen und gesellschaftlichen Partizipation den in Deutschland lebenden Zuwanderern eine erfolgreiche Integration verspricht. Gleichzeitig zeigen die Beiträge, welche Bedeutung die Integration der "ausländischen Mitbürger" für das gegenwärtige und zukünftige Gesellschafts- und Wirtschaftsleben hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2001
Die Herausgeber und Autoren des Sammelbandes über 'ausländische' Mitbürger in demokratischen Gesellschaften vertreten eine eindeutige Position, berichtet Anette Bingemer: Integration und ein konfliktarmes gemeinsames Leben in einem Staat funktioniert über politische Teilnahme, nicht durch eine Aufgabe der eigenen kulturellen Identität. Dieser Auffassung stimmt die Rezensentin grundsätzlich zu, auch wenn sie einige Beiträge etwas "träumerisch" findet. Für besonders überzeugend hält sie die Ausführungen der Autoren, die Erfahrungen aus der Praxis einbringen und auch von den Schwierigkeiten in der "Ausländerpolitik" berichten, wie den Aufsatz von Rosi Wolf-Almanasreh, Leiterin des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt, die für eine Grundversorgung an Bildung, Arbeit und Wohnraum für "Ausländer" und "Einheimische" plädiert. Anregend findet die Rezensentin auch die Forderung, bewusster mit Begriffen wie "Gastvolk", "Zugewanderten" und "Migranten" umzugehen, um so Abwertungen der "Anderen" zu vermeiden.
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