Aus dem Englischen von Conny Lösch. Haarwuchsmittel- und Perückenverkäufer Alistair Berg erfährt den Aufenthaltsort seines Vaters, der ihn und seine Mutter früh verlassen hat. Ohne seine Identität preiszugeben, mietet sich Berg in das kleine Hotelzimmer neben dem seines Vaters und dessen Geliebten ein. Dort beginnt er, den Mord an seinem Vater zu planen. Verführung und Gewalt folgen, doch nicht ganz so, wie Berg es beabsichtigt hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.07.2020
Mit großer literarischer Verwandtschaft stattet Rezensent Ulrich Rüdenauer die weithin vergessene Autorin aus: Graham Greene, Samuel Beckett, Margerite Duras sind ihm eingefallen, um den grotesken, schwarz-humorigen und doch auch an der Methode des "inneren Monologs" geschulten Roman Ann Quins zu charakterisieren. Die fast klamaukhaft wirkende Handlung eines versuchten Vatermords im englischen Seestädtchen Brighton wird von dem gut unterhaltenen Kritiker nacherzählt, und am Ende möchte man dieses Fundstück aus den 1960er Jahren tatsächlich - fast möchte man sagen: trotzdem - lesen.
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