J.R.R. Tolkien

Der Fall von Gondolin

Roman
Cover: Der Fall von Gondolin
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2018
ISBN 9783608963786
Gebunden, 352 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Christopher Tolkien. Aus dem Englischen von Helmut W. Pesch. Mit Farbtafeln und s/w-Illustrationen von Alan Lee und einer Karte von Beleriand. Zwei der größten Mächte Mittelerdes stehen sich in 'Der Fall von Gondolin' gegenüber: Auf der einen Seite Morgoth, die Verkörperung des Bösen und auf der anderen Ulmo, der Herr der Meere, Seen und Flüsse unter dem Himmel. Im Zentrum ihres Konflikts steht die verborgene Elben-Stadt Gondolin. Turgon, König von Gondolin, wird von Morgoth mehr als alles andere gehasst. Seit Langem versucht der dunkle Herrscher, Gondolin zu finden und zu zerstören, aber vergeblich. In diese Welt kommt Tuor und wird zum Werkzeug von Ulmos Plan. Von ihm geleitet, macht sich Tuor auf den gefahrvollen Weg nach Gondolin und gelangt in die verborgene Stadt. Dort heiratet er Idril, die Tochter Turgons; ihr Sohn ist Earendil, dem es vorherbestimmst ist, einmal der berühmteste Seefahrer des Ersten Zeitalters zu werden. Durch einen gemeinen Verräter erfährt Morgoth, wie er einen vernichtenden Angriff gegen die Stadt führen kann, mit Balrogs, Drachen und zahllosen Orks. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
Christopher Tolkien verwendet in dieser Ausgabe eine vergleichbare Darstellung der Entwicklung der Geschichte wie bei "Beren und Lúthien". Für J.R.R. Tolkien war "Der Fall von Gondolin" "die erste richtige Geschichte aus dieser imaginären Welt", und wie "Beren und Lúthien" und "Die Kinder Húrins" zählte er sie zu den drei "Großen Geschichten" des Ersten Zeitalters von Mittelerde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2018

Seit 1977 editiert Christopher Tolkien ungedruckte Texte aus dem Nachlass seines Vaters. Mit dem nun erschienenen Band soll das Projekt allerdings abgeschlossen sein, weiß Rezensent Tilman Spreckelsen. Schön, dass mit "Der Fall von Gondolin" noch einmal ein Höhepunkt vorliegt, fährt der Kritiker fort, der schon die editorische Sorgfalt lobt. Neben der Urfassung entdeckt Spreckelsen hier nicht nur weitere Fassungen, sondern auch eine Dokumentation über Tolkiens von 1916 bis 1951 andauernde Auseinandersetzung mit dem Stoff sowie einen fundierten Kommentar. Und auch die Story überzeugt den Rezensenten: Im Gegensatz zu anderen Frühwerken Tolkiens findet er hier bereits Berührungspunkte mit dem "Herrn der Ringe" - erzählt wird etwa die Entstehungsgeschichte der Orks -, außerdem Szenen von "unmittelbarer visueller Kraft". Einer Verfilmung stünde nichts im Wege, ermuntert er.
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