Kolja Mensing bespricht zwei CDs (beide aus dem Verlag Steinbach Sprechende Bücher/edition voices) mit Texten der amerikanischen Dichterin Anne Sexton. Auf beiden CDs sind die Lesungen mit Musik unterlegt.
1) Anne Sexton: "Verwandlungen", gelesen von Hannelore Elsner
Elsner lese die Nachdichtungen von zehn Grimm-Märchen mit "ihrer schönen Stimme" so, als mache ihr die Sache Spaß, meint der Rezensent. An den Nachdichtungen gefällt ihm, dass Sexton Details z. B. über Rapunzels Haar - `so fest wie eine Hundeleine` - erzählt, die die Gebrüder Grimm ausgelassen haben. Auf das "aufgekratzte und reichlich unmotivierte Geraschel des Percussionisten" hätte Mensing allerdings gern verzichtet.
2) Anne Sexton: "Ich bin wie ein lebender Stein", gelesen von Corinna Harfouch
Harfouch spricht die Texte "dunkel, rauchig und angemessen verzweifelt", lobt Mensing. Auch die Musik gefällt ihm, die den Text mit "sanften Farben" unterlege. Besonders hat es Mensing "Die Ballade von der einsamen Masturbation" angetan. Wie Harfouch das lese, sei "richtig sexy".
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