Statt in versponnener Vorfreude aufs Baby begegnet dieses Schwangerschaftsbuch den drängenden Fragen und Ängsten auf ehrliche Weise. Es handelt vom tatsächlichen Wehenschmerz, segensreicher PDA und notwendigem Kaiserschnitt, von sinnlosen Essverboten, hemdsärmeligen Stillschwestern, vom Stammtischklassiker der unberechenbaren Hormone, dem wahren Grund der Traurigkeit im Wochenbett, von grauenvoll gerüschter Umstandsmode und unabwendbarer Gewichtszunahme - und fördert dabei ganz erstaunliche Erkenntnisse und Erfahrungen zu Tage, die sich vollkommen abseits der gängigen Muttihochglanzbücher und des sonstigen gesellschaftlichen Common Sense befinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2006
Eberhard Rathgeb hat drei Bücher gelesen, die sich um die Schwangerschaft und die problematische Sozialisation von Jungen in unserer Gesellschaft drehen. Annette Wenzels Schwangerschaftsbuch "Alles bleibt anders", das sich im Untertitel ein "ehrliches Schwangerschaftsbuch" nennt, kommt angesichts der Fülle von Büchern zum Thema "gerade recht", meint der Rezensent zustimmend. Die Autorin bietet den Frauen darin eine Orientierung "zwischen Intuition und Wissenschaft" und lehrt vor allem, sich durch die Geburtstechnologie und Medizin nicht "übervorteilen" zu lassen. Ein "Buch mit Schnauze", das "kein X für ein U" vormacht, also Klartext jenseits aller Ideologien redet, lobt der Rezensent.
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