Ein Wunder der Natur, das oft unbemerkt bleibt: Der Star, mit seinem schillernden Federkleid und seinem beeindruckenden Schwarmverhalten, seiner Anmut und Intelligenz, verkörpert die Magie unserer heimischen Vogelwelt. Die leidenschaftlichen Vogelfans und Hobby-Ornitholog*innen Antonia Coenen und Philipp Juranek nehmen uns mit auf eine tief persönliche und zugleich wissenschaftlich fundierte Reise zu und mit den Staren - Singvögel, die trotz ihrer Allgegenwart in Europa und ihrer erstaunlichen Anpassungsfähigkeit an ihre Umwelt selten die Beachtung finden, die sie verdienen.Vom eindrucksvollen Schauspiel der Starenschwärme, die den Himmel wie lebendige Kunstwerke durchziehen, bis hin zu den außergewöhnlichen Imitationsfähigkeiten dieses Vogels, von den Alpen bis nach Skandinavien: Sturnus vulgaris zeigt uns, wie lebendig, außergewöhnlich und intelligent unsere Natur ist.Wir begegnen Menschen, die sich dem Vogel- und Naturschutz verschrieben haben, Kunstschaffenden, Biolog*innen ebenso wie Landwirt*innen, die einen Weg des Zusammenlebens gefunden haben. Durch den Blick auf die bedrohten Lebensräume dieser Vögel wird auch die dringende Notwendigkeit deutlich, sich für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen. Denn wo im Herbst früher der Himmel schwarz vor Staren war, bleibt er heute vielerorts leer. Höchste Zeit also, einmal genau hinzuschauen, was diesen Vogel ausmacht - und was er braucht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2025
Kritiker Karl Schulze-Hagen kann sich dem Appell von Antonia Coenen und Philipp Juranek nur anschließen, sich mehr für Vögel und insbesondere für Stare zu interessieren: In einer bunten Mischung von Sachbuch, Reportage und persönlichen Anekdoten geht es um Biologie, aber auch um Kultur. So erfahren wir, dass Stare sich zum Brüten als Paare zurückziehen, aber ansonsten in Schwärmen mit bis zu hunderttausend anderen Tieren unterwegs sind und in Amerika als Schädlinge verfolgt werden. Schulze-Hagen hätte gerne noch mehr über den "intraspezifischen Brutparasitismus" erfahren - Stare leiden unter einem Mangel an Nistplätzen und schieben ihre Eier deshalb manchmal ihren Nachbarn unter. Auch die "Duftmarken der Wokeness" irritieren, der Rezensent kann die Klagen über patriarchale Wissenschaft nicht nachvollziehen. Insgesamt überzeugt ihn das Buch aber, auch deshalb, weil es auf das große Problem der zunehmend dezimierten Artenvielfalt aufmerksam macht.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…