Lehrer Traumberuf oder Horrorjob? ist ein spannender, wahrer, absurder und auch heiterer Bericht über die Abgründe des Schulbetriebs. Aber Achtung: Wer wissen will, wie es sich anfühlt, wenn man mit 26 Jahren sein Referendariat beendet, von der Schule übernommen wird und mit 30 Jahren seine Verbeamtungsurkunde auf Lebenszeit erhält, der wird enttäuscht werden. Dieses Buch steckt voller überraschender Episoden und zeugt von einem reichen, spannenden und manchmal das Absurde streifenden Erfahrungsschatz eines Lehrers, der bislang in vier Bundesländern an acht Schulen und an drei Schulen in Frankreich unterrichtet hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2013
Dass der "Wutbürger" jetzt auch im Klassenzimmer angekommen ist, muss Rezensent Johannes Twardella nach der Lektüre von Arne Ulbrichts Bericht "Lehrer - Traumberuf oder Horrorjob" erkennen. Und so liest Twardella hier zwar viel Kritik, leider aber wenig kritisch Durchdachtes. Ulbricht, der acht Jahre lang an verschiedenen staatlichen Schulen als Lehrer tätig war, schreibe zwar durchaus interessant über die Probleme, die Lehrer ohne Beamtenstatus durch befristete Verträge und häufige Schulwechsel haben, findet der Kritiker. Die übrigen - nicht zu Unrecht geäußerten Kritikpunkte - erscheinen dem Rezensenten allerdings zu verabsolutierend und "selbstgerecht": Ein Studium, das rein fachlich, nicht aber didaktisch ausgerichtet sei, sei schlichtweg eine "Verarschung" und die Seminarleiter unqualifizierte und "hemmungslose Lügner". Neben einer Reflexion über das, was im Unterricht geschieht, vermisst der Kritiker hier insbesondere Einsichten über den Umgang mit Schülern.
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