Ausgewählte Werke in acht Bänden, herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold. Form und Ausdruck, die Arthur Schnitzler seiner Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit gegeben hat, wirken in ihrer literarischen Kraft bis heute fort. Neben dem Titelstück "Der einsame Weg ", mit dem er die Gelassenheit von Egoisten der Grausamkeit des Lebens gegenüber aufzeigt, steht "Liebelei "- nach Friedrich Torberg "ein wunderschönes Theaterstück, eine echte Liebestragödie, die nirgend anders wurzelt als in der Liebe ". Fünf weitere Stücke aus der Zeit nach dem Fin de siècle runden den Band ab: "Das Märchen ", "Freiwild ", "Das Vermächtnis ", "Zwischenspiel "und "Die Verwandlungen des Pierrot".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.09.2001
Eine Wiederlektüre der Schnitzlerschen Dramen lohnt sich immer, findet Elisa Peppel, denn Schnitzler war Zeitgenosse einer Übergangsepoche, was sich an seinen Stücken ablesen lasse. Nicht sehr glücklich findet die Rezensentin, dass im Band "Zeitstücke" nur die frühen mehraktigen Dramen, nicht aber die Einakter enthalten sind. Gerade die Einakter aber habe Schnitzler als charakteristisch für sein Bühnenwerk angesehen, und in der Perfektionierung dieser Form liege sein wesentlicher Beitrag zur Bühnengeschichte. Auch seien diese, die gesondert in einem Band zusammengefasst sind, nicht weniger Zeitstücke als die so betitelten, argumentiert Peppel. Sie hätte eine Zusammenstellung beider Dramenformen interessanter gefunden. Auf diese Weise hätte man Schnitzlers Denkbewegungen nachvollziehen können, sein Hin- und Herspringen zwischen den Formen und sein Schwanken zwischen Analyse und Gestaltungswillen, bedauert sie die Entscheidung des Verlags.
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