Aus dem Schwedischen von Jutta Leukel. Mit Illustrationen von Philip Waechter. Ständig liest der Papa Zeitung und Mama muss weg zu ihrer Arbeit. Zackarina, die mit ihren Eltern am Meer wohnt, muss sich oft allein beschäftigen. Was für ein Glück, dass sie beim Buddeln im Sand den Sandwolf entdeckt. Der Sandwolf weiß alles auf der ganzen Welt, wie er selbst, etwas überheblich, behauptet. Da er nur Sonnen- und Mondschein verspeist, denn das macht klug, verfliegt Zackarinas Angst und der Sandwolf wird zu ihrem bestem Freund. Der Sandwolf weiß, warum Zackarina oft mit den Beinen zappeln muss, oder was das ist, die Unendlichkeit des Universums. Er weiß, wie Engelfeste im Himmel ablaufen, dass es keine Monster gibt und weiß, dass blaue Flecken an den Beinen in Wirklichkeit Medaillen für großen Mut sind.
Von diesem Kinderbuch der schwedischen Autorin Asa Lind, in dem die kleine Zackarina am Strand einen "Sandwolf" kennen lernt, der auf alle Fragen die Antwort weiß, ist Iris Radisch bezaubert. Sie preist es als "wunderbar nachdenkliches Buch", das seinen Lesern bestimmt viele Anregungen zum Denken geben wird, zumal der Sandwolf nicht nach "plumper Schulfunk"-Manier für alle Fragen Erklärungen abgibt, sondern auf die "Eigeninitiative" seiner Freundin setzt. Allein die Illustrationen haben Radisch nicht überzeugt, die findet sie "zu karikaturhaft".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004
"Ein rundum gelungenes, poetisches, manchmal sogar philosophisches Büchlein", schwärmt Hilde Elisabeth Menzel über die fünfzehn Geschichten, die die schwedischen Autorin Jutta Leukel hier von dem Mädchen Zackarina und ihrem Sandwolf erzählt. Im Gegensatz zu anderen Wölfen hat der Sandwolf tausend scharfe Zähne, frisst aber nur Sonnen- und Mondlicht - und stellt sich für Zackarina als echter Glücksfall heraus. Er hat immer Zeit und Verständnis für das Mädchen und kennt die tollsten Spiele. Begeistert ist die Rezensentin auch von Philip Waechters Bildern, die sie ebenso lustig wie liebevoll findet.
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