Astrid Deuber-Mankowsky

Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen

Jüdische Werte, kritische Philosophie und vergängliche Erfahrung
Cover: Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen
Vorwerk 8 Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783930916276
broschiert, 399 Seiten, 27,61 EUR

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2000

Eine Studie, die den Gemeinsamkeiten der beiden Philosophen Walter Benjamin und Hermann Cohen nachgeht und diese Fragestellung zugunsten der Texte Benjamins gelegentlich aus den Augen verliert, schreibt Uwe Steiner keineswegs abschätzig. Unmittelbar habe die Beschäftigung des jungen Benjamin mit den Thesen des Hauptes der Neukantianischen Marburger Schule kaum Spuren in seinen Texten hinterlassen, stattdessen versuche die Autorin die behauptete innere Gemeinsamkeit anhand des Begriffs der "vergänglichen Erfahrung" leitmotivisch nachzuvollziehen. Dabei fördere sie überraschende neue Aspekte im Benjaminschen Denken zutage. Besonders überzeugend findet der Rezensent Deuber-Mankowskys Analyse des "Dialogs über die Religiosität der Gegenwart", die Benjamins Plädoyer für einen Kulturzionismus in ein neues Licht taucht.

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