Der Rezensent Stefan Koldehoff gesteht zu Beginn seiner Besprechung erst einmal seine damalige Verliebtheit in Pippi ein. Einem Mädchen, das wie er später erfahren sollte "antibürgerlich" war, und ein Leben führte, das von grenzenloser Freiheit zeugte. Und gerade deshalb warnt er vor dem neuen Buch von Astrid Lindgren. Es würde das Bild, das man sich von diesem aufmüpfigen Mädchen gemacht habe, vollkommen auf den Kopf stellen. "Pippi Langstrumpf ist tatsächlich eine obrigkeitshörige Spießerin und eine Denunziantin und ein Polizeispitzel noch obendrein", wie sich nach der Lektüre des neuen Buches, das bereits 1949 in einer Zeitschrift erschien, herausstellt. So will Koldehoff auch diese "neue Pippi" so schnell wie möglich vergessen und statt des "erzreaktionären Terminators" wieder von der antibürgerlichen Pippi träumen.
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