Astrid Rosenfeld

Adams Erbe

Roman
Cover: Adams Erbe
Diogenes Verlag, Zürich 2011
ISBN 9783257067729
Gebunden, 384 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Adam Cohen ist 1938 achtzehn Jahre alt. Edward Cohen wird um das Jahr 2000 erwachsen. Zwei Generationen trennen sie aber eine Geschichte vereint sie. Von der Macht der Familienbande und der Kraft von Wahlverwandtschaften erzählt dieses Debüt, und davon, dass es nur einer Begegnung bedarf, um unser Leben für immer zu verändern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2011

Ganz behaglich fühlt sich Judith Leister nicht mit diesem Debütroman von Astrid Rosenfeld. Die Geschichte um Mutter und Sohn auf der Suche nach Mister Right findet sie schmissig erzählt, nicht ohne Kolportage und Klischees zwar, aber griffig, pointiert und unterhaltsam. Wenn die Autorin auf diese Art allerdings das Thema Judenverfolgung anpackt, fühlt sich Leister nicht angesprochen. Rosenfelds Unbefangenheit in allen Ehren, aber die Schwierigkeit des Themas und den konventionellen Ansatz der Autorin, beides kriegt Leister nicht zusammen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2011

Begeisterung mit einigen wenigen Abstrichen vermittelt die Besprechung von Beatrice Eichmann-Leutenegger zu Astrid Rosenfelds Debütroman. Die Generationengeschichte einer jüdischen Familie und ihres Schicksals im Warschauer Ghetto bewundert die Rezensentin schon wegen ihrer Unbefangenheit und Kühnheit. Dass die Fiktionalisierung des Holocaust auch zu weniger überzeugenden Ergebnissen führen kann, weiß Eichmann-Leutenegger sehr gut. Hier aber begegnet ihr ein komplexer und souverän gestalteter Stoff, breitet die Autorin Lebensgeschichten aus, die der Rezensentin zwar ein wenig musterhaft konstruiert erscheinen, sie schließlich aber doch überzeugen, weil sie etwas Halt geben in der vielschichtigen, reich bevölkerten Geschichte. Ähnlich ergeht es Eichmann mit dem chaplinesken Humor der Autorin. Mitunter hart an der Grenze des guten Geschmacks (so nennt sie Hitler schon mal den "guten August"), gibt er dem Text ihrer Meinung nach doch eine erfrischende Würze und dem Leser das berühmte Lachen unter Tränen.

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