Mit einem Nachwort von Vinciane Despret. Aus dem Französischen von Ulrich Bossier. Wenn wir die Natur und uns selbst begreifen wollen, müssen wir unsere ausgetretenen Pfade verlassen. Erst abseits von ihnen kommen wir der Tiefe und Vielfalt von Leben und Umwelt auf die Spur. Der Philosoph Baptiste Morizot hat sich immer wieder in die Wildnis gewagt, um die Perspektiven der Tiere und ihre Gewohnheiten kennenzulernen. Wer ihn dabei begleitet, trifft auf Wölfe und Bären, lernt ihre Geheimnisse kennen. Morizots Erkundungen eröffnen einen neuen Blick auf das Wesen des Menschen und die Frage, wie wir mit anderen Arten kommunizieren können. Die Kunst des Spurenlesens kann uns dabei helfen, das Verhältnis von Mensch und Natur neu zu erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.06.2020
Der französische Autor sucht - zwischen literarischem Überschwang, ökologischen Überlegungen und "mystifizierender Lebenserfahrung - nach einer neuen Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier, erklärt Rezensent Hans von Trotha. Dabei versucht er sich immer wieder in Tiere hineinzuversetzen und interpretiert ihr Verhalten. Aber ebenso, wie ein Mensch das tut, meint Trotha, den das alles nicht überzeugt. Zu emotional und versponnen scheint ihm der Autor zu sein. Immerhin: Er hat ein "hehres Ziel", erkennt der Rezensent.
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