Mit einem Vorwort von Albrecht Puhlmann. Barbara Beyer hat fünfzehn international renommierte Opernregisseure interviewt. In einem einleitenden Essay schildert sie dem Leser die generelle Problematik heutigen Opernschaffens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2006
Gerhard R. Koch zeigt sich höchst inspiriert von diesen Gesprächen, die Barbara Beyer mit Musiktheaterregisseuren geführt hat. Beyer, selbst Opernregisseurin, versteht sich dabei nicht als reine Stichwortgeberin und Interviewerin, sondern debattiert mit ihren Gesprächspartnern darüber, wie Oper heute inszeniert werden kann und welche Bedeutung ihr zuzumessen ist, erläutert der Rezensent. Dass die Autorin sich dabei ganz in der Gegenwart bewegt und sich ausschließlich mit zeitgenössischen Regisseuren unterhält, lobt Koch als großen Vorteil dieses Bandes. Ihm imponiert der "Ernst", der aus den Gesprächen spricht und es freut ihn, dass es die Regisseure in ihren Diskussionen nicht nötig haben, sich auf altgediente Autoritäten des Musiktheaters zu stützen. Zweifel, aber vor allem "Entschiedenheit", zeichnet diese Opernregisseure, die zwischen 1942 und 1970 geboren sind, aus, resümiert Koch ganz eingenommen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2006
Marianne Zelger-Vogt begrüßt diesen Band, für den Barbara Beyer Gespräche mit Opernregisseuren über den "kreativen Umgang mit dem Medium Oper" geführt hat. Die Autorin, selbst Regisseurin, hat sich mit 15 Kollegen unterhalten, die vor allem aus Deutschland und Österreich stammen und als Meister der Zunft gelten. Nur drei Künstler kommen aus dem Ausland und nur eine Frau ist vertreten, betont die Rezensentin. Grundsätzlich sind sie sich alle über die Bedeutung der Oper als "Kraftwerk der Gefühle" einig. Zum Thema Aktualisierung alter Werke bemerkt die Rezensentin, dass die Künstler "auffallend häufig" für mehr Spielraum in den Opern-Inszenierungen plädieren, wie es auch beim Theater der Fall sei. Die Behandlung der Videotechnik und die Biografien hätte sich Zelger-Vogt "ausführlicher gewünscht". Sie bedauert zudem, dass Beyer sich zu viel in die Gespräche einmischt und ihre Gesprächspartner nicht genug in den Bahnen der Diskussion hält.
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