Im fränkischen Provinznest Herzogenaurach herrscht der Geist der Brüder »Adi« und Rudolf Dassler. Die Geschichte der Gründungsväter von Adidas und Puma ist die Saga eines Bruderzwists, der zur Geburtsstunde zweier Weltkonzerne wurde. Barbara Smit unternimmt eine Tour de Force durch die Welt des Sportgeschäfts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2006
Eine "interessante Dokumentation deutscher Unternehmensgeschichte" sieht Rezensentin Jutta Gröschl in Barbara Smits Buch über den Konkurrenzkampf der von den Brüdern Adolf und Rudolf Dassler gegründeten Unternehmen Puma und Adidas. Wie sie berichtet, gingen die Brüder zunächst gemeinsame Wege, aber Neid, Misstrauen und üble Nachrede führten trotz gemeinsamer Unternehmenserfolge in den zwanziger und dreißiger Jahren dazu, dass sie 1948 zwei unterschiedliche Firmen gründeten. Gröschl lobt das Buch als gut lesbar und merkt an, dass die Autorin für ihr Buch fünf Jahre akribisch recherchiert und zahlreiche Interviews geführt hat. Sie hebt hervor, dass diese Unternehmensgeschichte auch deshalb spannend ist, weil die Autorin die dunklen Seiten beider Firmen nicht verschweigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.10.2005
Angetan zeigt sich der "het" zeichnende Rezensent von Barbara Smits Firmen- und Familienchronik der verfeindeten Brüder Adolf und Rudolf Dassler, den Gründern der Sportartikel-Imperien Adidas und Puma. Deren Aufstieg von mittelfränkischen Klein-Unternehmen zu Weltkonzernen nennt er "eines der schillerndsten Kapitel der deutschen Unternehmens- und Sportgeschichte". Smits Buch liefert zur Freude des Rezensenten aufschlussreiche Einblicke in die verschlungenen Ränke- und Machtspiele, die sich hinter den Kulissen der Weltfirmen abspielten. Besonders "kurzweilig" und "erhellend" findet er das Buch immer dann, wenn Smit, eine "intime Kennerin" der Dassler-Dynastie, mit kriminologischer Entschlossenheit einen längeren Blick durchs Schlüsselloch ins Halbdunkel der Hinterzimmer werfe. Nicht verschweigen will er, dass die Autorin ein wenig schleppend in Gang kommt und auch mit ihrem Titel ein wenig Etikettenschwindel betreibt, gilt ihr Augenmerk doch fast nur Adidas als dem stets größeren und einflussreicheren Unternehmen. Angesicht der Qualität ihrer Arbeit für den Rezensenten allerdings eine "lässliche Sünde".
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