Übersetzt aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas. Mit 300 Abbildungen. Kein anderes Land bietet im Moment eine größere Dichte an neuen architektonischen Konzepten und Projekten als die Niederlande. Unterstützt durch eine liberale Bevölkerung und ambitionierte Bauherren ist eine Architekturszene entstanden, die Aufmerksamkeit weit über die Landesgrenzen hinaus erhält. In den Bauten der jungen niederländischen Architekten verbinden sich die Vorliebe für klare, strenge Formen mit Witz, Spontanität und Originalität. Das Buch stellt die führenden Büros anhand ihrer wichtigsten öffentlichen Projekte aus den vergangenen zehn Jahren vor: Wiel Arets / UN Studio (Ben van Berkel & Caroline Bos) / Erick van Egeraat / Atelier van Lieshout / Mecanoo / MVRDV / Neutelings Riedijk Architecten / NOX / OMA/Rem Koolhaas / Kas Oosterhuis und Ilona Lenard / Koen van Velsen / West 8 (Adriaan Geuze).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.12.2001
Dass ausgerechnet in Holland neuartige Architekturkonzepte umgesetzt werden, führt Rezensent Robert Kaltenbrunner auf ein besonderes "gesellschaftliches Klima" dort zurück. Fernab von "Moralismus und Ideologie", so der Rezensent, agieren die niederländischen Architekten gegen den "internationalen Mainstream". Der Autor dieses "attraktiv gestalteten" Buches stellt ein Dutzend "impulsgebende" Architekturbüros vor, die sich insbesondere durch ausgefallene "Formen, Farben, Texturen und Materialien" von anderen abheben, so Kaltenbrunner. Die Planer bevorzugten eine "funktionalistische Landschaftsarchitektur" anstelle von Ästhetik und "sinnliche(n) Details", schreibt der Rezensent. Auch würden die Architekten ihre Ideen besonders professionell vermarkten, etwa mit provokanten Referaten. Das Buch setzt Maßstäbe und ist nicht langatmig, bilanziert der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.02.2001
Mit den "vergleichsweise paradiesischen Zuständen" der urbanen Architektur in den Niederlanden hat sich unser Rezensent befasst. Zwei Bände will er uns diesbezüglich ans Herz legen: Bart Lootsmas "SuperDutch" (DVA) und "Die gebaute Landschaft" (Prestel) von Hans Ibeling.
Beide Autoren, schreibt Robert Kaltenbrunner, knüpften mit ihren Arbeiten an die bewusste Medialisierung der niederländischen Architektur an. Mit "klarem theoretischen Impetus, attraktiver Gestaltung und alles andere als langatmig" würden hier Rezeptionsmaßstäbe gesetzt. Bei Lootsmas allerdings scheint dies doch etwas besser gelungen zu sein, denn Kaltenbrunner beschreibt den Band des Niederländers als "so umfassend wie kurzweilig" - ein kaum zu überbietendes Lob -, während er "Der gebauten Landschaft" zwar eine "breitere Anlage" zugleich jedoch auch eine "weniger spezifische Aussage" zuspricht. Schwerpunktmäßig, so Kaltenbrunner, skizziere Lootsma anhand eines Dutzends impulsgebender Büros, "wie die niederländischen Protagonisten (...) gegen die technokratische Pointierung der modernen Architektur und für die Befreiung von einem immer stärker als beengend erfahrenen Erbe kämpfen". Ibeling dagegen stelle "bildgesättigt und nur höchst spärlich mit erklärenden Texten versehen" dar, wie sich viele Planer gegen das sogenannte "kreative Design" zur Wehr setzten und so jenseits der Systemkritik operierten.
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