Aus dem Englischen von Sandra Knuffinke. Tomomi Ishikawa ist tot. Sie hat sich umgebracht, so steht es in dem Abschiedsbrief an ihren Freund Ben Constable. Doch Tomomi weigert sich hartnäckig, in Frieden zu ruhen. Stattdessen hinterlässt sie Ben eine Menge rätselhafte Botschaften, die ihn, ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd, durch Paris, New York und Tomomis Vergangenheit führen. Ben würde gerne glauben, dass es sich bloß um ein Spiel handelt, dass die Geschichten, die Tomomi ihm hinterlassen hat, nur Ausgeburt ihrer Fantasie sind, doch dann offenbaren sie ihm ein grausames Geheimnis. War Tomomi Ishikawa in Wahrheit eine Serienmörderin? Und ist sie tatsächlich tot? Bald weiß Ben nicht mehr, was Fiktion und was Realität ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2014
Was für ein Debütroman, jubelt Rezensent Juri Müller nach der Lektüre von Benjamin Constables Buch "Die drei Leben der Tomomi Ishikawa". Er folgt hier Ben Constable, dem Alter Ego des Autors, der von seiner guten Freundin Tomomi nach ihrem Selbstmord einen Abschiedsbrief erhält, in dem sie ihm auf eine Abenteuerreise schickt: Ben findet an verschiedensten Orten bald ein Mordgeständnis nach dem anderen, forscht dem Lebensweg seiner Freundin hinterher und muss bald erkennen, dass er ein falsches Bild von Tomomi hatte. Während seine Erinnerungen an die Freundin nahezu unschuldig erscheinen, sind auch die Mordgeschichten in "melancholisch-liebevollem" Ton verfasst, so der Kritiker. Diese tiefsinnige Mischung aus Psychothriller, Krimi und Drama, die sich mit Themen wie Selbstmord, Depression und Mord auseinandersetzt, kann der Rezensent nur unbedingt empfehlen.
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