Kein anderer Konflikt der Gegenwart erscheint so ausweglos wie der zwischen Israelis und Palästinensern. Bernard Wasserstein schildert in diesem Buch die Ursachen des Konflikts, und er zeigt Perspektiven für seine Lösung auf. Dabei geht er über die konventionelle Sichtweise hinaus, die den Kampf um Palästina nur als irrationales Ringen nationalistischer und religiöser Ideologien begreift. Statt dessen stellt Wasserstein heraus, dass auch Faktoren wie die Bevölkerungsentwicklung, Arbeit oder soziale Fragen eine wichtige Rolle spielen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.12.2003
Rezensent Ludwig Watzal betrachtet Bernard Wassersteins Buch über den Nahostkonflikt mit einer gewissen Skepsis. Fraglich erscheint ihm, ob Wasserstein mit seiner Herangehensweise die ganze Dimension dieses Konfliktes wirklich erfasst. Wie er berichtet, analysiert Wasserstein die Geschichte des Konflikts in einem mehrdimensionalen Ansatz: er unterscheidet einen demographischen, einen sozioökonomischen, einen ökologischen und einen territorialen Aspekt. Wassersteins schließe, dass Israel und Palästina durch die äußeren Umstände, dazu verdammt seien, eine friedliche Lösung zu erzielen. Wenig überzeugend findet Watzal Wassersteins oft monokausalen Erklärungen für die Auseinandersetzung. Damit suggeriere der Autor, durch die Beseitigung dieser Ursachen würde der Konflikt automatisch einer Lösung nähergebracht. So sehe Wasserstein die "hohe Arbeitslosigkeit" und die damit zusammenhängenden sozialen Spannungen als Ursache für die erste Intifada, lasse dabei aber die Missstände der Okkupation und die Frustrationen völlig außer acht.
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