Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.12.2002
Rudolf Walther lobt diesen Sammelband mit Texten von Autorinnen und Autoren, die einen kritischen und differenzierten Blick auf den Nahost-Konflikt werfen, als eine "hervorragende Einführung" in die "komplizierten Probleme" dieses Konflikts, denn keiner der Beiträge sei "einseitig" oder schlage "billige Patentrezepte" zu dessen Lösung vor. So berichte der "Nestor der israelischen Friedensbewegung", Uri Avneri, von der Notwendigkeit, den Konflikt politisch, nicht militärisch beizulegen, der israelische Historiker Moshe Zuckermann nehme den Osloer Vertrag kritisch auseinander und analysiere religiöse und politische Ideologien der israelischen Gesellschaft, der aus Syrien stammende Schriftsteller Rafik Schami hingegen setze sich mit dem Antisemitismus der Araber auseinander. Damit leiste dieser "schmale Band", so der Rezensent, mehr als manch gewichtige Untersuchung.
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