So sehr im sozialistischen Einheitsbrei wie allgemein angenommen haben die Bürger der DDR nicht gelebt. Das zeigen die 55 schwarzweißen Porträts des Neubrandenburger Fotografen Bernd Lasdin, berichtet Andreas Hergeth. Vor 14 Jahren fotografierte er Bürger und Bürgerinnen seiner Heimatstadt in ihren Wohnungen. Vor zwei Jahren hat er eben diese Menschen ein weiteres Mal porträtiert. Entstanden ist, so der Rezensent, eine eindrucksvolle fotografische Langzeitstudie. Lasdin ist es gelungen, soziale und persönliche Befindlichkeiten wie Auf- und Abstieg, Verlust und Trauer, neuen Stolz und Besitztum in seinen Bildern festzuhalten, lobt Hergeth. Das ostdeutsche Projekt, das bereits als Ausstellung in ganz Deutschland zu sehen war und in der vierten Auflage erschienen ist, hat Lasdin 1989/90 in Flensburg fortgesetzt. Genauso erfolgreich, findet Hergeth. Die "Westzeitstory" zeige 58 Lebensgeschichten von Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus. Auch hier habe der 49-Jährige eine Dokumentation erstellt, die von Chancen und Risiken verschiedener Lebensentwürfe erzählt, so der Rezensent.
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