Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2005
Kurz und bündig würdigt "jsl" den Gräzisten Bernd Seidensticker und seine figurenbetonten Interpretationen antiker Dramen. Der vorliegende Band, so der Rezensent, versammelt Aufsätze quer durch sein Schaffen, die - da lügt der Titel nicht - mit Vergnügen am Komischen und Tragischen und vor allem an den Bereichen, wo sich beides nicht mehr klar voneinander scheiden lässt, ebenso viel zu tun hat wie mit Wissenschaft. Seidensticker betreibt, so das Fazit, "eine Philologie mit literarischer und geistesgeschichtlicher Einfühlungskraft".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…