Mit Beiträgen unter anderem von Wendelin Schmidt-Dengler, Daniela Strigl, Karl Wagner, Luigi Reitani, Michael Hamburger, Jörg Drews.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.08.2005
Fünf Jahre nach dem Tod von Ernst Jandl, zum 80. Geburtstag, würdigt das Österreichische Literaturarchiv den Autor mit diesem Aufsatzband. Rezensent Paul Jandl findet, dies sei "mehr als billig". Besonders angetan zeigt er sich von den vielen "belebenden" Fotografien und Abbildungen in einer insgesamt thematisch gut gemischten Aufsatzsammlung. Neben dem Künstler und poetologischen Fragen gehe es auch um den Menschen Jandl, so etwa um die "ferne Nähe" zu Friederike Mayröcker. Besondere Freude bereitet dem Rezensenten ein Dossier zu Jandl-Übersetzungen, aus dem er vergnüglich spanische Jandeleien zitiert. Weniger lustig hingegen seien die unproduktiven letzten Jahre Jandls gewesen mit heftiger Bitterkeit in den Zeilen. Daniela Strigl habe hier einen "schönen Text" zum "zerrissenen" Dichter beigetragen, der sich gegen "Reinheitsgebote allzu rigider Literatur" verwehrt habe. Solcherart, folgert der Rezensent, habe sich Jandl auch schon mal gegen den Olymp des Klassikers gewehrt, der ihm mit diesem Band drohe.
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