Birgit Vanderbeke

Die sonderbare Karriere der Frau Choi

Cover: Die sonderbare Karriere der Frau Choi
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783100870865
Gebunden, 124 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Plötzlich taucht Frau Choi aus Gwangju auf. Und in dem südfranzösischen Nest, wo man sich noch die Geschichten von Werwölfen und der Weißen Frau erzählt, gerät einiges in Bewegung: Seit Frau Chois Restaurant, das "Bapguagup", die Gourmet- und Architekten-Szene anlockt, macht das ganze Dorf gute Geschäfte. Man profitiert von der kulinarischen Raffinesse, dem wirtschaftlichen Geschick und dem Einfallsreichtum der beharrlichen Koreanerin. Insbesondere ihr Wissen um die Wirkung von Kräutern und Pilzen gibt sie gewinnbringend an die Frauen der Umgebung weiter. Und dann stirbt der unangenehme Bürgermeister. Ihm folgt der aufdringliche Marc. Und was ist aus dem ehrgeizigen jungen Ledru geworden?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2008

Martin Krumbholz weiß die Rechercheleistung zu würdigen, die Birgit Vanderbeke für ihr jüngstes Buch erbracht hat, denn er entdeckt Spezialwissen aus dem Bereich der forensischen Pathologie, der Pilzkunde und nicht zuletzt der koreanischen Küche. Und trotzdem kann er nicht umhin einzugestehen, dass er die Geschichte um die koreanische Restaurantbesitzerin Frau Choi, von deren Gästen einer an einem Pilzgericht stirbt, ziemlich fade und nicht besonders nachhaltig findet. Und das liegt, wie er vermutet, nicht zuletzt am absehbaren Plot und der uninteressanten Figurencharakterisierung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.08.2007

Von der Autorin möchte Kristina Maidt-Zinke dann doch lieber wieder ein Kochbuch lesen. Was Birgit Vanderbeke hier aus den Zutaten Küche, Asien und Kriminalgeschichte zusammenbruzzelt, schmeckt ihr ganz und gar nicht. Zwar erkennt die Rezensentin das trendsichere Potential des Buches, jedoch vermag die Autorin ihrer Meinung nach nicht, die "kunterbunte Fülle" der Zutaten geschmackssicher aufeinander abzustimmen. Zu "asketisch" gestalte sie den Erzählraum. Der "kriminalistische Strang" der Story etwa bleibt der Rezensentin als "völlig spannungsarm" im Hals stecken.
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