Nutzgärten, Moosgärten, Botanische Gärten, Landschaftsgärten … die Vielfalt dessen, was wir unter Gärten verstehen, ist groß. Und damit auch die Art und Weise, wie man einen Garten pflegt. Doch warum gärtnert man überhaupt? Sollte man die Natur nicht besser einfach sich selbst überlassen, anstatt einzugreifen und einen weiteren künstlichen Raum zu schaffen? Oder lassen sich umgekehrt, etwa durch Urban Gardening, Räume in der Stadt für die Natur zurückgewinnen?
Fest steht: Das Gärtnern gehört zu den ureigenen Beschäftigungen des Menschen. Die Sehnsucht, das Richtige zu tun, ein gutes Leben zu leben, schwingt bei der Gartenarbeit als Motivation immer mit. Ein Buch für philosophierende Gärtner und gärtnernde Philosophinnen. Und für alle, die gerne Harke und Spaten in die Hand nehmen und in den Garten gehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.08.2017
Wie wir mit Natur umgehen, erfährt Sylvia Staude aus den 13 von Blanka Stolz herausgegebenen Texten. Gut gemischt erzählen die Texte der Rezensentin von der Möglichkeit, sich selbst als gärtnernden Menschen zu erkennen, von der Metaphysik des Gartens, von Permakultur-Projekten und vom japanischen Garten. Dass das Gärtnern von "konkurrierenden Leidenschaften" bestimmt ist, begreift Staude rasch. Auch wenn der gärtnernde nicht unbedingt ein besserer Mensch ist, wie Staude feststellt, diesen Band lesend wird er wahrscheinlich ein klügerer, meint sie.
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