Eines Tages fasst Byung-Chul Han den Entschluss, sich täglich der Gartenarbeit zu widmen. Drei Frühlinge, Sommer, Herbste und Winter tut er dies. Seinen Berliner Garten nennt er Bi-Won (koreanisch: Geheimer Garten). Je länger er dort verweilt, desto mehr Respekt bekommt er vor der Schönheit der Erde. Er erfährt, was Fürsorge bedeutet und dass der Garten, ja jede Pflanze ein eigenes Zeitbewusstsein hat. Er lernt wieder, über die Erde zu staunen, über ihre Fremdheit, über ihre Einmaligkeit. Hans Philosophie des Gartens ist ein Liebesbekenntnis an die Erde und die Natur und ein Aufruf an die Menschheit, sie zu schonen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2018
Jörg Albrecht hält das neue Buch von Byung-Chul Han für Geschwafel. Dass der viel publizierende Kulturphilosoph sich neuerdings als Gärtner versucht, scheint ihm nicht zu bekommen, denkt sich der Rezensent. Von den Gänseblümchen zu Platon zum Begehren geht der Weg des Denkens in diesem Buch, und vom Fingerhut, lat. Digitalis, zur, genau, digitalen Kultur und weiter zu Laotse. Für Albrecht eher eine "therapeutische Übung" des Autors als Lektüre für Leser.
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