Laufzeit 362 Minuten. Gelesen von Wolfgang Niedecken. Die Songs von Bob Dylan gehören zu den meistgespielten Liedern unserer Zeit. Der BAP-Sänger Wolfgang Niedecken liest den ersten Teil der Autobiografie seines großen Vorbildes, dessen Musik nicht nur ihn, sondern eine ganze Generation geprägt hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.09.2005
Überaus unzufrieden ist Tobias Lehmkuhl mit Wolfgang Niedeckens Lesung von Bob Dylans "Chronicles". En passant lobt er Dylans Autobiografie als "überaus gut geschriebenes Buch", das sich in der Übersetzung wunderbar lese und auch den ungeübten Vorleser immerhin keine größeren Probleme bereite. Ein Glück, sonst wäre Niedeckens Lesung nur "schwer erträglich", meint Lehmkuhl. "So aber kann man es gerade aushalten". Die Vorleserqualitäten des Frontmanns der Kölner Band "BAP" hält er für recht bescheiden. Neben der "gestalterischer Unbeholfenheit" macht er dafür insbesondere Niedeckens "rheinländischen Zungenschlag" verantwortlich, dem die Unterscheidung zwischen Zisch- und Reibelauten bekanntlich schwer fällt. "Lässt man sich ganz auf die klangliche Seite dieser Lesung ein", klagt Lehmkuhl, "so wird man nach kurzer Zeit ob des unkoordinierten Gezisches und Gezischels recht kirre." Seines Erachtens hätten es viele andere einfach besser gekonnt. "Aber wieder setzt ein Verlag auf große Namen", resümiert er verärgert, "anstatt auf die Qualität eines Textes und das Können eines professionellen Sprechers zu vertrauen".
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