Er selbst möchte stets einfach als Familienarzt bezeichnet werden. Doch Werk und Wirken von Boris Luban-Plozza haben zahllose Facetten: Bergtalarzt im Calancatal, Pionier der Psychosomatik und leidenschaftlicher Praktiker der Arzt-Patient-Begegnung, Gründer der internationalen Balint-Gespräche in Ascona, Lehrer für junge und erfahrene Ärzte und Therapeuten, Träger grosser Preise und zahlreicher Ehrendoktorate. Ein enger Freund hat Luban-Plozzas ungeordnete Notizen voller lebendiger Erinnerungen zu einem Ganzen gefügt und mit erläuternden Einleitungen und kurzen Kommentaren ergänzt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2001
Hier wird zur Abwechslung mal das "dritte Ohr" stimuliert. Und das Hören mit dem dritten Ohr, so erklärt uns Urs Frauchinger in seiner Rezension, ist wie das Lesen zwischen den Zeilen. Was genau wir da zu lesen bekommen, zwischen den Zeilen, sagt er uns allerdings nicht. Die Zeilen selbst indes erzählen die "Lebensbilanz einer farbigen und begeisterten Persönlichkeit" in "maßvoll verbundenen und gereihten" Erinnerungen und Anekdoten. Und die muss lesen, wie uns der Rezensent glauben machen will, wer immer den theoretischen Ausführungen des Verfassers gerecht werden möchte.
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