Aus dem flämischen Niederländisch von Andrea Kluitmann. Die pausenlose Suche nach Anerkennung und Liebe führt die Menschen nicht selten an Orte, an denen sie eigentlich nicht sein möchten. Die Jagd von Party zu Party bleibt erfolglos. Brecht Evens' Nachtschwärmer sind charismatisch, chaotisch, hemmungslos. Sie werden zur Farbpalette des Künstlers, verblassen, verschwimmen, und verschmelzen schließlich zu einer Geschichte. Mit seinen kunstvollen Aquarellbildern ohne Tuschekonturen akzentuiert Brecht Evens das Grundthema des Buchs auch stilistisch, hebt die Grenzen seiner Figuren auf, um ihr Innerstes zu fixieren: Ängste und Begierden, das Trugbild des Ruhms und die Illusion der Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.12.2010
Rezensentin Stephanie Drees ist begeistert von dieser Graphic Novel über ein paar Großstädter, die versuchen, ihren Platz im Leben zu finden, sich irgendwie zu verorten. Um ihre Unbestimmtheit zu charakterisieren, hat Brecht Evans sie in sehr bunten Wasserfarben gemalt, die immer etwas mit dem Hintergrund verschwimmen. Am Ende landen alle in einem Club, in dem ein Phantom mit gestreiften Hosenträgern wohnt. Manchmal etwas zu bunt, aber alles ein wunderbares Daumenkino, meint Drees.
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