Bruno Preisendörfer

Die Verwandlung der Dinge

Eine Zeitreise von 1950 bis morgen
Cover: Die Verwandlung der Dinge
Galiani Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783869711669
Gebunden, 272 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

1963, als der Erstklässler Bruno Preisendörfer aufgeregt seinen ersten Schulweg antrat, hing an seinem Schulranzen noch ein Wischläppchen für seine Schiefertafel, gerechnet wurde mit Stift und Rechenschieber, Musik hörte man im Radio oder auf LP und nur 14 Prozent der Bevölkerung hatten ein Telefon - die Preisendörfers gehörten nicht dazu, einen Fernseher gab es bei ihnen daheim auch nicht und auch keine Schreibmaschine, mit der man z. B. das Manuskript zu diesem Buch hätte schreiben können. Mit einer Mischung aus Irritation und Faszination lässt Preisendörfer die rasante Entwicklung Revue passieren, die seinem persönlichen Alltag im Laufe weniger Jahrzehnte widerfuhr. Manchmal mit ein wenig Nostalgie, manchmal fasziniert, immer aber mit Neugier und dem Bewusstsein, dass auch jede Zukunft nur allzu bald ihre Vergangenheit hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2018

Oliver Jungen lobt die Akkuratesse, mit der sich der Kulturwissenschaftler Bruno Preisendörfer nach dem 20. Jahrhundert umdreht. Nicht weniger als eine Mediengeschichte des vergangenen Jahrhunderts kommt dabei laut Jungen heraus, wenn der Autor Instrumente des Schreibens, Hörens, Sehens und Fernsprechens thematisiert. Auch wenn es Jungen manche Erklärung (zum VHS-Rekorder etwa) allzu kleinteilig findet und nicht jedes Verschwinden (Neckermann, Commodore Rechner) zusammen mit dem Autor beweinen möchte, an der ein oder anderen Kuriosität kann er sich doch erfreuen. Vor allem der Optimismus des Autors sogar angesichts von Handy-Socken und Belfies scheint ihm ansteckend.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2018

Rezensentin Claudia Mäder ist sich einig mit dem Autor: Verschwinden die Dinge, geht auch etwas Menschliches. Bruno Preisendörfers persönlichen Erfahrungen mit der Entwicklung von Speicher- und Schreibgeräten, Tonträgern und Telefon liest sie als heiteres Sammelsurium und Zeitpanorama. Lauter Schwundprozesse bestaunt Mäder und fragt sich, was wohl besser ist für uns, CD oder Streaming, Vinyl oder die gute alte Kassette?
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