Aus dem Amerikanischen von Götz Bühler. Haben Sie sich je gefragt, wie ein Album, das so durchdrungen von Selbstgefälligkeit ist wie Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band, als eines der größten der Rockgeschichte gelten kann? Macht es Sie auch stutzig, dass eine Platte mit so unglaublich vielen Waldhörnern wie Pet Sounds von den Beach Boys derartig einflussreich gewesen sein soll? Die Zeit ist reif, heilige Kühe zu schlachten: In vierunddreißig Aufsätzen knöpft sich eine neue junge Generation Musikkritiker die Werke der Rockgiganten a la Eagles, Doors, Pink Floyd, Rolling Stones, Led Zeppelin und Patti Smith vor. Die Aufgabe: Besprechung eines Albums, das zutiefst verabscheut wird.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.04.2006
Mit gemischten Gefühlen hat Adam Olschewski dieses musikjournalistische "Manifest" gelesen. Einerseits gehe ein "rastloser, beissender, beinah aggressiver Geist" wohltuend durch die Texte, die sich partout dagegen sperren, Legenden fortzustricken. Das ist für den Rezensenten immerhin eine sehr vitale Wortmeldung einer Generation, von der es allenthalben heißt, sie sei statt auf Rebellion auf Knicks und Diener fixiert. Allerdings versanden die hier versammelten Kritiken allzu oft "in egomanischen Scherzen", in emphatischen Phrasen und redundanter Selbstbeschau, wie Olschweski kritisiert. Überzeugender seien da schon die tiradischen Rundumschläge, die zwar kaum begründet werden, aber doch einen Reiz haben, weil hier mit den jungen Musikkritikern, "die Wut auf den Best-Of-Kanon durchgeht." Und trotzdem: Man mag der Vätergeneration der Rock-Kritik eine gewisse Betulichkeit nicht absprechen - in Sachen professioneller Kritik agierten sie eindeutig "stilsicherer" und "pointierter", so der Rezensent.
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