Mit einem Vorwort von Ben Watson. Als Zappa 1965 mit der Band The Mothers Of Invention und dem ersten Doppelalbum der Rockgeschichte "Freak Out!" die Szene betrat, war das ein ungeheures Fanal. Das, was an den Grundfesten der Gesellschaft zu rütteln schien, ließ sich jedoch schwer orten - es waren Attitüde und eine Wucht an unverbrauchter Energie sowie das Bündeln verschiedenster Einflüsse, die dieses Album von den anderen seines Jahrgangs unterschieden. Dieses Konzept der geplanten Offenheit, der Einbeziehung von Einflüssen der Moderne und des konsequenten Festhaltens an seiner Kritik des American Way of Life machte Zappa für Jahrzehnte in den USA, Europa und dem Rest der Welt überaus populär. Zappa profilierte sich auch als einer der führenden und gleichzeitig stilistisch eigenständigsten Leadgitarristen. Seine markante Stimme verschaffte ihm darüber hinaus einen absoluten Wiedererkennungseffekt bei jeder Aufnahme. Mit anderen Worten: Zappa spielte die beiden besten Karten einer Rockband gleich selbst aus.
Größten Respekt bekundet Rezensent Franz X. A. Zipperer für Frank Wonnebergs "Internationale Frank Zappa Discology". Die Veröffentlichungen Zappas zwischen 1966 und 1993 - der Autor zählt 57 - vermitteln für ihn einen beredten Eindruck von der enormen Arbeitswut dieses auf Perfektion bedachten Ausnahmekünstlers. Er attestiert Wonneberg, nicht nur Zappas rund um die Welt von Simbabwe bis nach Argentinien erschienenes Werk vorzustellen, sondern die "wahre Metaebene" von Zappas Schaffen zu betreten. So blicke der Autor auf 850 verschiedene weltweit verstreute Labelaufkleber und untersuche die Unterschiede der Pressungen anhand von Rillenfotos, Oszillogrammen und Besetzungslisten. Die Akribie und Ernsthaftigkeit, die Wonneberg dabei an den Tag legt, hat Zipperer sichtlich beeindruckt.
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