Aus dem Englischen von Stephanie Singh. Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Criado-Perez plädiert für einen Wandel dieses Systems.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2020
Rezensentin Agnes Striegan stimmt Caroline Criado-Perez' Hauptanliegen vollkommen zu: Es muss Schluss damit sein, dass die Männer auf Kosten der Frauen zur Norm erhoben werden, fasst sie zusammen. Dass das nach wie vor der Fall ist, belegt dieses Buch der Kritikerin zufolge an zahllosen akribisch recherchierten Studien und Statistiken, die etwa zeigen, dass Frauen bei Herzinfarkten schlechter versorgt werden können, weil sie atypische - sprich: nicht-männliche - Symptome aufweisen. Problematisch findet die Rezensentin nur, dass die Autorin mit ihrer Betonung fundamentaler biologischer Unterschiede zwischen Mann und Frau übersieht, dass "biologisches wie soziales Geschlecht ein Sprektrum sind" und damit "nicht-binäre und trans-Menschen" ignoriert.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…