Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.07.2000
Es gibt Kritiken, die sprechen für sich, auch wenn Rezensent oder Rezensentin kein eindeutiges Wort verlieren, was zu bedauern ist. Sehr spannend scheint der Briefwechsel zwischen Caroline von Humboldt und ihrem Protegé, dem Bildhauer Daniel von Rauch, nicht ausgefallen zu sein: gegenseitige Freundschaftsbeteuerungen, Klatsch und Tratsch aus aristokratischen Kreisen, wobei die Namen von unbekannter Hand im nachhinein geschwärzt wurden, Mitteilungen über Erledigungen, An- und Einkäufe, alles, was man heutzutage, mutmaßt Rezensentin Margharita Huber, per Telefon erledigen würde. Darüber hinaus schwärmen die Briefpartner von alten Zeiten, dem schönen Rom. Ob sie sich bei der Lektüre gelangweilt hat, teilt Huber nicht mit. Sie klagt nur, dass sie das Buch aufgrund des gewählten Papiers mühselig zu lesen fand.
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