Aus dem Englischen von Bernd Rulkötter. Der Kreml ist das imposante Symbol der russischen Nation. Hier wurden die mächtigen Zaren gekrönt, hier paradierte die glorreiche Rote Armee nach dem Sieg über Deutschland. Im Kreml schlägt das Herz der russischen Macht, hier entscheidet sich Russlands Schicksal. Die bedeutende Historikerin Catherine Merridale erzählt die faszinierende Geschichte des Kreml mit all ihren Intrigen und blutigen Kämpfen um die Macht. Indem sie das verborgene Innere des russischen Staates freilegt, ermöglicht sie uns ein neues Verständnis der bewegten Geschichte Russlands bis in die Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.09.2014
Ulrich M. Schmid fühlt sich beim Lesen von Catherine Merridales Kreml-Buch mitunter wie in einer Gothic Novel, Krähenschwärme und Nebelschwaden inklusive. Dass die Autorin eine seriöse Russland-Historikerin ist, vergisst er dennoch nie, erzählt die Autorin die 1000-jährige Geschichte des Kremls und seiner Bewohner doch faktensatt und sicher als Abriss der russischen Geschichte. Merridales Fabuliertalent, das Schmid übrigens komplizierte dynastische Zusammenhänge spannend vermittelt, verträgt sich damit insgesamt gut, meint der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2014
Viel verrät Kerstin Holm in ihrer umfangreichen Besprechung über die Kreml-Monografie der britischen Historikerin Catherine Merridale nicht. Holm beschränkt sich auf allgemeine Angaben, wie "materialreich", "aufschlussreich" oder "lebendig" und hält sich im Übrigen mit der Kremlarchitektur und den Hinrichtungsexzessen Iwans auf. Ach ja, originell sei Merridales Arbeit, da sie nicht nur die Geschichte des russischsten aller Bauwerke von den Ursprüngen bis heute erzähle, sondern, angereichert durch Karten und Fotos auch die Historie russischer Staatlichkeit entlang des Burgdreiecks des Kreml entwickele.
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