Aus dem Englischen von Michael Zillgitt. Zwilling der Unendlichkeit ist die faszinierende Erzählung davon, wie die unscheinbare und zugleich widersprüchliche Zahl Null genialen Wissenschaftlern den Verstand raubte, ewige Feindschaft zwischen berühmten Denkern heraufbeschwor und sich schließlich zum größten Problem für den weiteren Fortschritt der modernen Physik entwickelte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2000
Rolf-Bernhard Essig bespricht dieses Buch zusammen mit "Die Geschichte der Null" von Robert Kaplan (Campus Verlag). Beide Bücher haben ihn begeistert. Geradezu aufgeregt zeichnet Essig die Geschichte dieser etwas unheimlichen Zahl nach, die im alten Babylon erfunden wurde und über Ägypten, Indien und die Islamische Welt ins Christentum gebracht wurde - Essig schildert die Schwierigkeiten, die diese Kultur mit der Null hatte. Ihr Zwilling ist die Unendlichkeit - aber Gottes Universum wurde als begrenzt gedacht. Beide Bücher legt Essig den Lesern ans Herz, zumal sie sich "ideal ergänzen".
Seifes Ansatz nennt Essig mehr mathematisch-physikalisch, die Geschichte der Null werde bei ihm zu einer "Erfolgsstory des Denkens". Bei Kaplan interessiert den Rezensenten dagegen der mehr kulturhistorische Ansatz. Kaplan untersuche zum Beispiel auch die Implikationen des Wortes "Null" in der Sprache. Lobend erwähnt Essig auch, dass beide Bücher keine speziellen mathematischen Kenntnisse voraussetzen.
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