In einem Wettbewerb präsentiert das Schlitzohr Mittag-Leffler 1882 in Stockholm als bissfeste Preisaufgabe das berüchtigte Drei- oder Mehrkörperproblem der Gravitation, eines der ältesten und gemeinsten Rätsel im Spannungsfeld von Mathematik, Physik und Astronomie. Doch Mittag-Lefflers Strategie scheint nicht ganz aufzugehen, denn der Wettbewerb endet in einem Skandal. Eine Lösung des Dreikörperproblems? Fehlanzeige. Seitdem gilt es gemeinhin als unknackbar. Allerdings völlig zu Unrecht: Schräg und experimentell zerlegt Pia M. Heidenreich in diesem Essay den Mythos von der Unlösbarkeit des Mehrkörperproblems, der kurioserweise selbst in Fachkreisen grassiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2015
Wer nicht weiß, was das Mehrkörperproblem ist, wird es aus der Kritik von Helmut Mayer auch nicht lernen. Seltsamerweise macht er einem trotzdem Lust, Pia Heidenreichs Buch zu lesen, so anregend schildert er die Geschichte dieses Problems, an dem sich schon Poincaré die Zähne ausbiss. Inspiriert offenbar von einer Autorin, die ihrerseits mit "fast schon kecker Prosa" Varianten des Mehrkörperproblems bis in die Gegenwart schildert, lobt Mayer. Und man lernt was dabei, verspricht er: über chaotisches Verhalten, kapriziöse Verwicklungen und den Trick der Vereinfachung. Klingt vielversprechend.
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