Aus dem Amerikanischen von Andreas Simon. Genau 1,6 Kilometer lang ist der Weg, den Chet Raymo täglich zu seiner Schule zurücklegt, wo er Physik und Astronomieunterrichtet. Wie einst Goethe beim Spaziergang erzählt Raymo auf sehr persönliche Weise in diesem Buch davon, wie all die großen und kleinen Dinge, die ihm auf diesem Weg begegnen, zusammenhängen und von den faszinierenden Entdeckungen der Naturwissenschaften und der Menschheitsgeschichte zeugen: Die alte Fabrik, die von der Geschichte der Industrialisierung erzählt; die Pflanzen und Bäume, die es ohne Sonne und Photosynthese als das Prinzip allen Lebens nicht geben würde; das Wasser, das ohne das Gesetz der Gravitation nicht fließen würde; oder die Steine, die durch Gletscher dorthin kamen und die von den Eiszeiten und der Erdgeschichte berichten.
Gero von Randow bespricht drei neue populärwissenschaftliche Physikbücher, die er allesamt empfehlenswert findet. Der amerikanische Physiker Chet Raymo verbindet naturkundliche und kulturwissenschaftliche Themen mit seinem täglichen Gang zur Arbeit, erzählt er. Dabei plaudere der schreiberfahrene Professor recht anregend über "Industriefotografie und Fotosynthese, Gartenarchitektur und Geologie, den Umweltschutz und die Zukunft des Menschen". Ganz zufrieden ist der Rezensent damit nicht, er wäre gern von Raymo zum Kern der Sache geführt worden, zur Wissenschaft, statt mit ihr als Mittel die Welt erklärt zu bekommen.
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