Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630877921 Gebunden, 144 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Eine Erkundungsreise ins unbekannte Land des Alters. Der Mikrobiologe Paul Bálint feiert mit ehemaligen Kollegen in Paris seinen 80. Geburtstag. Er wird geehrt und spürt zugleich, dass die Feier auch ein Abschied ist. Er befindet sich, so sein Freund Steinberg, an der Schwelle zwischen dem "jungen Alter" und dem "alten Alter" - einer Phase, in der nichts mehr selbstverständlich ist und sich die Vergänglichkeit in allen Dingen bemerkbar macht. Doch statt sich nur mit dem Verlust zu beschäftigen, will Bálint die neue Lebensphase erkunden wie ein unbekanntes Land: Was bedeutet das Alter für den Körper, die Erinnerung, das Gefühl für das Selbst und die Zeit, für das Verhältnis zu den Mitmenschen, den lebenden wie den toten? Je mehr er sich mit dem Alter beschäftigt, desto deutlicher zeigt sich ihm ein Leben voller neuer Möglichkeiten. Es bietet ihm zudem die große Freiheit, sich ohne Rücksicht auf Konventionen und wissenschaftliche Regeln einen eigenen Reim auf die heutige Welt und ihre Veränderung zu machen.
Christian Haller, selbst schon über 80, hat eine gelungene, leise, aber nicht melancholische Novelle über einen Biologieprofessor geschrieben, der mit seinem 80. Geburtstag "in die Kammer des alten Alters übertritt" und wie durch ein Mikroskop auf sein Leben zurückblickt, schildert Rezensent Jan Drees. Nicht nur wegen des Namens einer befreundeten Biologin, Madeleine, erinnert ihn die Novelle an Marcel Proust: Der Professor Bálint macht sich auf die Suche nach seinen Erinnerungen, an seine großen beruflichen Erfolge, aber auch an die Familie, die ihm nicht zuteil wurde. Mit zarten, abwägenden Worten schreibt Haller ein gelungenes Buch über ein Leben, das unabänderlich dem Ende zugeht und doch Raum für Hoffnung lässt.
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