Das Buch informiert in allgemeinverständlicher Sprache über den neuesten Stand der Alternsforschung und die relevanten biologischen Prozesse. Die Autoren sind international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorwiegend der Max-Planck-Gesellschaft. Ihre Erkenntnisse helfen, das Phänomen "Altern" grundlegend zu verstehen. In den wohlhabenden Staaten werden die Menschen immer älter. Während die durchschnittliche Lebenszeit steigt, boomt der Absatz von Anti-Aging-Produkten. Es wollen zwar alle lange leben, dabei aber jung bleiben. Erstaunlich jedoch ist, wie wenig wir über den Prozess des Alterns und seine Hintergründe und Zusammenhänge wissen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2007
Als überaus perspektivreich lobt Rezensent Martin Wittmann diesen von Peter Gruß herausgegebenen Band, der zahlreiche Beiträge von Biologen, Medizinern, Mathematikern, Philosophen, Soziologen, Psychologen und Rechtswissenschaftlern verschiedener Max-Planck-Institute zum Thema Altern versammelt. Er begrüßt, dass sich der Band nicht nur Fragen widmet, die momentan im öffentlichen Diskurs über das Altern hitzig debattiert werden, sondern sich auch mit dem Altern als Einzelschicksal befasst. Besonders gefallen hat ihm der optimistische Beitrag des inzwischen verstorbenen Bildungsforschers Paul B. Baltes. Dieser zeige in "Alter(n) als Balanceakt" am Beispiel des achtzigjährigen Konzertpianisten Rubinstein, wie "gutes Altern" und "effektives Lebensmanagement" zu erreichen seien. Insgesamt konstatiert Wittmann bei den Beiträgen ein ausgewogenen Verhältnis von eher optimistischen und eher pessimistischen Einschätzungen zum Phänomen des Alterns. Recht nüchtern scheint ihm schließlich das Fazit des Bands, wonach "Längeres Leben" als solches noch "keine Verzauberung des Alters" bedeute.
Gute Nachrichten für Menschen ab 85 hat Gert G. Wagner in diesem vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft Peter Gruss herausgegebenen Sammelband entdeckt und Tipps für die Praxis. Wie er einem Beitrag des Alternsforschers Paul Baltes entnimmt, hilft Zähneputzen auf einem Bein stehend nicht nur, die Balance zu trainieren, sondern ebenso, das Gehirn freizuhalten. Auch die anderen Befunde, so zur Evolution oder zur Molekularbiologie des Alterns, findet Wagner im wesentlichen "allgemein verständlich", "spannend", "informativ" und auf dem "neuesten Stand der Alternsforschung".
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