Das Haar gilt von alters her als ein Zeichen von Lebenskraft. Haare und ihre Gestaltung in der Frisur sind Bestandteile unserer alltäglichen Kultur. Die Art, das Kopfhaar zu tragen, dient nicht zuletzt der Selbstinszenierung und lässt zu allen Zeiten Eigenarten und Moden erkennen. Dabei bestimmen Körperideale und Hygienevorstellungen stets mit, wie das Haar getragen wird. Das Haar kann auch den Körper überspielen und zugleich in der Frisur und im Styling zum Kunstwerk werden. Aus interdisziplinärer kulturwissenschaftlicher Perspektive verfolgen und erkunden die Autoren dieses Buches vielfältige Inszenierungen des Haar-Tragens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2004
Recht unterhaltsam findet Rezensent Ernst Horst diesen von Christian Janecke herausgegebenen Sammelband zur Kulturgeschichte der Haartracht, der - mit Unterstützung der Wella AG - aus einer Tagung der TU Darmstadt hervorgegangen ist. Zwar handelt es sich bei den Beiträgen von Nicole Tiedemann (über "Lange Männerhaare als jugendkulturelles Zeichen nach 1945"), Oliver Becher ("Haare als Symbol in frühneuzeitlichen Hochzeitsritualen") oder von Oliver Benjamin Hemmerles ("Haare und Geheimdienst") und anderen nach Horsts Einschätzung nicht um die Art Forschung, "für die man an die Akademie der Wissenschaften berufen wird". Dafür findet er dieses Gebiet "viel amüsanter". Allen, die sich für die haarige Kulturgeschichte des Alltags interessieren, kann er den Band deshalb nur ans Herz legen.
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